Die Kindertageseinrichtung

Sprachbildung und -förderung

Da Sprache der Schlüssel zum Lernen und sehr wichtig für spätere Schulerfolge und Bildungschancen ist, liegt ein wesentlicher Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit auf der sprachlichen Bildung der Kinder.
Wir nehmen am Bundesprogramm „Sprachkitas, weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teil. Ziel des Programms ist es, das sprachliche Bildungsangebot systematisch zu verbessern. Die sprachliche Entwicklung zieht sich durch alle Lernbereiche der Kinder und passiert alltagsintegriert. Das bedeutet für uns, viele Sprachanregungen zu geben und Sprechfreude zu vermitteln. Es finden Morgen- und Gesprächskreise statt, in denen Kinder zu Wort kommen und erzählen können, was sie bewegt. Ob beim Singen, Bauen, Klettern, Spielen, Tanzen, Malen, in der Turnhalle auf dem Spielplatz, im Gesprächskreis, beim Waldspaziergang – „Sprache steckt überall drin”.

Wir sehen das “einzelne” Kind und möchten jedes in seiner individuellen Entwicklung unterstützen. Kindern mit anderen Herkunftssprachen helfen wir beim Erwerb der deutschen Sprache und wertschätzen gleichzeitig die Sprache, die sie zu Hause sprechen.

Zu den wirksamsten Formen der Sprachförderung bei uns zählen Vorlesen und Bilderbuchbetrachtungen. Es besteht eine gute Kooperation mit der zu unserer Kirchengemeinde gehörenden Bücherei und auch die städtische Bibliothek besuchen wir. Wir nutzen die Räumlichkeiten und das Buchmaterial für gemeinsame Vorlese- und Erzählstunden. Zwei Vorlesepatinnen unterstützen uns dabei regelmäßig. Außerdem verfügt unsere Einrichtung selbst über eine gut sortierte Bibliothek, in der auch mehrsprachige Bücher zu finden sind.

Spiel

Kinder sind Akteure ihrer eigenen Entwicklung. Dem freien Spiel wird in unserer Einrichtung breiter Raum und Zeit geboten. Über möglichst weite Phasen des Tages erkennen wir das Recht auf kindliche Selbstbestimmung und Eigenaktivität an. Elementare Bildung vollzieht sich im kindlichen Spiel.

Lernen ohne Spielen ist absolut undenkbar. Unsere Angebote, Räume und Materialien gestalten wir vielfältig, interessant und abwechslungsreich. Während des Vormittages können alle Kinder an den verschiedenen Angeboten und Aktivitäten in der gesamten Einrichtung, auf dem Außengelände, im Wald oder Stadtteil teilnehmen. Das erweitert die Beschäftigungsmöglichkeiten und fördert Motivation, Selbstbestimmung, Individualität und Eigenaktivität.

Partizipation

Es ist uns ein großes Anliegen, Kinder in ihrer Entwicklung zu selbstbestimmten und selbstbewussten Persönlichkeiten zu unterstützen:“ Kinder stark machen“. Kinder haben Rechte und sie sollen sich in diesen ernstgenommen fühlen.

Partizipation bei uns bedeutet: Teilhabe der Kinder an allen ihr Leben betreffenden Vorgängen. Wir informieren Kinder über Vorgänge und fragen sie nach ihrer Meinung. Auch für Kritik und Beschwerden sind wir offen. Die Kinder werden von uns über die Möglichkeit der Beschwerde informiert. Konkret vollzieht sich die Partizipation bei uns: Entscheidungsmöglichkeiten bei der Auswahl der Beschäftigungen und Angebote; kein Zwang beim Essen oder Schlafen; Kind entscheidet, wer es wickelt; Kinder planen ein Fest; Kinder stimmen ab usw. Selbstverständlich überlegen wir im Team sehr genau, welche Entscheidungen wir Kindern ihrem Entwicklungsstand entsprechend überlassen können. Die Erfahrung für die Kinder, mitzubestimmen und damit etwas bewirken zu können, ist uns ein wichtiges Anliegen in der pädagogischen Arbeit. Im Morgenkreis, in der Gesamt- oder Kleingruppe geben wir den Kindern Raum und Zeit, ihre Meinungen, Bedürfnisse sowie Wünsche und Gefühle sprachlich zu äußern. Auch die Projektarbeit orientiert sich an den Ideen und Bedürfnissen der Kinder.

Feste und Feiern

Geburtstag der Kinder, Nikolaus, Weihnachten, Ostern, Karneval, Abschied der Schulkinder und andere werden in unserer Einrichtung besonders gestaltet und gefeiert. Unsere Kita ist ein Ort gelebter Vielfalt. Deshalb respektieren wir auch Feste und Rituale anderer Religionen und Kulturen.

Inklusion

Wir legen Wert auf inklusive Pädagogik, die von der menschlichen Individualität ausgeht. 
Es ist normal, verschieden zu sein. Alle sind willkommen und haben ein Recht auf Akzeptanz und Förderung. Jede Fachkraft bei uns zeichnet sich durch eine grundsätzlich positive Einstellung gegenüber allen Kindern aus. Jedem Kind mit oder ohne Beeinträchtigung soll ein Angebot gemacht werden, durch das es sich individuell und optimal weiterentwickeln kann. Wir gestalten unser Angebot so, dass es Potentiale bei den Kindern weckt und Entwicklungsprozesse anbahnt.

Anmeldung

Anmeldungen nehmen wir während des ganzen Jahres entgegen. Gerne zeigen wir Ihnen unsere Kita und beantworten Ihre Fragen. Vereinbaren Sie dazu mit uns telefonisch oder per Mail einen Termin. Bei diesem Termin können Sie den Anmeldebogen sofort ausfüllen oder mitnehmen. Die Anmeldung kann nur berücksichtigt werden, wenn der Anmeldebogen vollständig ausgefüllt ist. Umzug, Änderung der Telefonnummer teilen Sie uns bitte umgehend mit. Bitte nutzen Sie auch die Anmeldemöglichkeit online über das Kitaportal der Stadt Dortmund.

Aufnahmekriterien

Grundsätzlich nehmen wir die Anmeldung aller Kinder entgegen. Plätze für Kinder unter 3, bzw. 2 Jahre oder unter 1 Jahr werden vorrangig an berufstätige Eltern, Umschüler, Studenten oder in der Ausbildung befindliche Eltern vergeben. Dazu ist ein entsprechender Nachweis erforderlich. Die katholisch getauften Kinder werden im Rahmen der frei werdenden Plätze bevorzugt aufgenommen. Die Aufnahmekriterien werden jährlich im Rat der Tageseinrichtung abgestimmt.

Elternbeiträge

Die Beiträge sind nach dem elterlichen Einkommen gestaffelt und werden vom Jugendamt der Stadt Dortmund für alle Kindergärten festgelegt. Sie richten sich außerdem nach Alter und Betreuungszeit. Außerdem hat sich die Stadt Dortmund vorbehalten, die Beiträge in regelmäßigen Zeitabständen zu erhöhen.

Eine aktuelle Beitragstabelle ist in der Kita erhältlich. Die letzten beiden Jahre vor der Einschulung sind beitragsfrei. Bei der Aufnahme eines Kindes ist der Kindergarten verpflichtet, dem Jugendamt Name und Geburtsdatum des Kindes, die Betreuungsstunden und Name und Anschrift der Sorgeberechtigten mitzuteilen. Die Beitragsrechnung erhalten die Eltern vom Jugendamt. Wenn Ihr Kind am warmen Mittagessen teilnimmt, entstehen monatlich noch zusätzliche Kosten. Bezieher von Transferleistungen erhalten dafür einen Zuschuss vom Sozialamt.

Eingewöhnung

In unserer Einrichtung findet die Eingewöhnung neuer Kinder behutsam und schonend nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell statt.

Dies geschieht in drei Phasen, basierend auf den individuellen Beobachtungen des Bindungsverhaltens eines jeden einzelnen Kindes und in Absprache mit den Eltern.

1. Phase Kennenlernen:
Das Kind besucht mit der Bezugsperson 1 Stunde die Einrichtung und lernt die Gruppe, sowie die Bezugserzieherin kennen (3–4 Tage).

2. Phase – Trennung:
Die erste Trennung von der Bezugsperson für ca. 30 Min. (individuell steigern) findet statt. Die Bezugserzieherin übernimmt den Part des „sicheren Hafens“. (frühestens ab 4. Tag).

3. Phase – Stabilisierung:
Die Trennungszeiten werden langsam und individuell gesteigert, bis das Kind die Einrichtung ganztägig besuchen kann. Dieser Prozess kann bis zu vier Wochen dauern.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Unsere Kindertageseinrichtung ist ein Haus, in dem die Mitarbeiterinnen zum Wohle des Kindes eng und partnerschaftlich mit den Eltern zusammenarbeiten. Wir sehen Eltern als Experten ihrer Kinder. Mit ihren Stärken und Erfahrungen können sich die Eltern auf unterschiedliche Art einbringen. Beteiligung an Aktionen im Alltag ist ausdrücklich erwünscht. Es besteht die Möglichkeit der Mitarbeit im Elternrat. Mit Aufnahme in unsere Einrichtung verpflichten sich Eltern und Mitarbeiterinnen zu einem ersten Gespräch über Entwicklung und Verhalten des Kindes. Wir lernen uns kennen. In weiteren regelmäßigen Gesprächen über die Entwicklung tauschen Eltern und Mitarbeiterinnen ihre Erfahrungen aus, die Erzieherinnen informieren und beraten. Wir verwenden systematische Verfahren zur Beobachtung und Dokumentation, orientiert an den Stärken der Kinder. Die daraus resultierende Planung von Fördermöglichkeiten des Kindes wird ebenfalls mit den Eltern besprochen.

Gemeinsame Feste und Aktivitäten stärken Vertrauen und Zusammengehörigkeit zwischen Kindern, Eltern und Erzieherinnen, zum Beispiel Kennenlernfest, Begleitung beim Waldspaziergang, Elterncafe, Teilnahme am Morgenkreis, Hospitation, Elternabend, Gottesdienst, Ausflug.

Als Familienzentrum NRW bieten wir Eltern und Familien im Stadtteil zusätzliche Beratungs- und Bildungsangebote wie zum Beispiel Elternnachmittage zu pädagogischen Themen, Eltern-Kind-Kurse, Sport usw. an. (siehe Information Familienzentrum

Bewegung und Waldtag

Wir unterstützen den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder und fördern ihn. Deshalb bieten wir vielfältige Bewegungsangebote im Haus und draußen an (im Bewegungsraum, Flur, auf dem Spielplatz und Außengelände, im Wald). Im Sinne der aktiven Mitbestimmung und Beteiligung (Partizipation) können die Kinder wählen, an welchen Bewegungsangeboten sie teilnehmen möchten. Die nähere Umgebung und den Stadtteil lernen die Kinder bei gemeinsamen kleinen oder größeren Ausflügen und Spaziergängen kennen.

Religiöse Erziehung

Als katholische Einrichtung orientieren wir unser Handeln an den Werten des christlichen Glaubens. Mit Hilfe von Liedern, Gebeten, Gesprächen und Geschichten führen wir die Kinder an Gottes Botschaft heran. Wir erzählen den Kindern biblische Geschichten und vertiefen deren Inhalte durch zusätzliche Angebote. Im täglichen Miteinander lernen wir voneinander die christlichen Werte kennen und schätzen.

Durch gemeinsame Aktivitäten, wie zum Beispiel Feste und Gottesdienste, leben und erleben wir mit Kindern, Eltern und Gemeinde christlichen Glauben. Wir geben auch der Vielfalt anderer Religionen Raum und sehen sie als Bereicherung an.

Bildungsdokumentation

Die Aktivitäten und Lernerfahrungen der Kindergartenzeit werden im Laufe der Zeit gemeinsam mit dem Kind in einem Ordner zusammengetragen. Bei der Aufnahme des Kindes wird der Ordner angelegt und darin besondere Ereignisse aufgeschrieben, Arbeiten der Kinder, Fotos, Lieder und Spiele gesammelt.

Projekte an denen das Kind teilgenommen hat, werden dokumentiert. Dieser Ordner kann jederzeit von Kindern und Eltern angeschaut werden. Wenn das Kind die Kita verlässt, nimmt es seinen Ordner mit. Die Erzieherin beschreibt zum Abschluss wichtige Themen aus der Kindergartenzeit in einem Text.

Unser Platzangebot

Wir bieten 80 Plätze in vier unterschiedlichen Gruppen, davon 14 Plätze für Kinder unter 3 Jahren und 66 Plätze für Kinder im Alter von 3-6 Jahren.
Insgesamt können wir zur Zeit 37 Ganztagsplätze mit 45 Stunden Wochenbetreuungszeit (7-16 Uhr) belegen. 
Bei uns können Kinder von vier Monaten bis zum Beginn der Schulpflicht betreut werden.

Aufnahme

Die Aufnahme erfolgt in der Regel zu Beginn des Kindergartenjahres im August. Zu diesem Termin sind die Plätze frei, weil dann die ältesten Kinder in die Schule entlassen werden. Eine Aufnahme während des Jahres ist zur Zeit nur möglich, wenn ein Platz durch Umzug frei wird.
Aufnahme zu einem bestimmten Wunschtermin ist zur Zeit leider nicht möglich.

Wann & wie erfahren Eltern, ob sie einen Platz bekommen?
Der Anmeldebogen wird in unserer Warteliste aufbewahrt.
Eine Rückmeldung von uns erfolgt erst in dem Jahr, in dem Sie die Aufnahme Ihres Kindes wünschen und das von Ihnen im Anmeldebogen vermerkt ist!
Im März des Jahres, in dem Sie die Aufnahme wünschen, werden wir uns telefonisch mit den Eltern in Verbindung setzen, für deren Kinder wir zum August einen freien Platz anbieten können. Wenn Sie nicht angerufen werden, können Sie davon ausgehen, dass wir Ihr Kind leider nicht aufnehmen können.

Informationen zur Vergabe der Plätze

Für Kinder aller Altersstufen besteht der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.
Der Rechtsanspruch bezieht sich aber nicht auf eine bestimmte Kindertageseinrichtung, sondern auf einen Platz innerhalb der Stadt, bzw. des Stadtbezirks.

Im Rahmen der Jugendhilfeplanung auf Stadtebene und anhand der frei werdenden Plätze wird uns zu Beginn des Jahres das Budget der zur Verfügung stehenden Plätze zugeteilt. Wir müssen auf jeden Fall die Plätze für Kinder unter drei Jahren belegen, da wir sonst die öffentlichen Mittel für die Schaffung dieser Plätze zurückzahlen müssen.
Für die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Kinder-gartenplatz ist daher nicht die Einrichtung vor Ort verantwortlich, sondern das Jugendamt der Stadt Dortmund. Die Koordinierungsstelle des Jugendamtes für Betreuungsangebote für Kinder bis zum Schuleintritt (Rufnummer 0231 50-13666) hilft Ihnen gerne weiter.